Teamgeist: Was uns im Beruflichen wie im Privaten stark macht

Alle reden von ihm, doch oft fehlt er: Der Teamgeist. Leider stellt er sich nicht von alleine ein. Bilden fünf Menschen gemeinsam ein Team für ein bestimmtes Projekt, müssen sie noch lange keinen Teamgeist haben. Doch wozu brauchen wir ihn überhaupt? Und wie erlangen wir ihn?
Im Alltag dominieren oft die Einzelinteressen: Ein jeder hat seinen ganz speziellen Blick auf die Sache und auch darüber hinaus seine konkrete Motivation, der er folgt. Ein Team aber sollte mehr sein als die bloße, meist zufällige Ansammlung von Menschen mit mehr oder weniger egoistischen Einzelinteressen. Ein Team zieht gemeinsam an einem Strang, bewegt sich als Ganzes in eine Richtung, meistert miteinander schwierige Lagen und überwindet als Gesamtheit alle Hindernisse. Die Konzentration auf ein Gemeinsames ist es, was ein Team auszeichnet. Das ist im Sport so, im Berufsalltag und im Privatleben. Darin liegt die Stärke eines Teams. Wie aber entdeckt und wie fördert man das Gemeinsame?
Eigenes Ego überlisten
Dass jeder auch an sich selbst denkt, ist völlig normal. Niemand geht völlig in dem Anderen auf. Das Eigeninteresse hat also seine Berechtigung. Die Kunst besteht darin, nicht ein egoistisches Einzelinteresse zum Gemeinschaftsinteresse auszuweiten (das hieße ja, dass alle anderen sich einem einzigen Ego unterwerfen müssten), sondern das gemeinschaftliche Interesse zum Einzelinteresse zu machen. Es gilt also zu erkennen, dass es mir selbst dann am besten geht, wenn es auch den anderen gut geht. So entsteht ein besonderer Zusammenhalt: Man konzentriert sich auf das gemeinsame Ziel. Und um das zu erreichen, müssen alle Teammitglieder gleichermaßen stark sein. Jeder ist wichtig, niemand entbehrlich.
Perspektivenwechsel
Ein gemeinschaftliches Interesse lässt sich am besten dann erkennen, wenn jeder sich ab und an einen Perspektivenwechsel verordnet und einmal versucht, die Sichtweise der anderen einzunehmen. Auf diese Weise ergibt sich ein umfassendes Verstehen: Indem man den anderen zu begreifen versucht, erkennt man dessen starke Seiten, also die besonderen Fähigkeiten und Talente. Man beginnt, diese nicht als Konkurrenten, sondern als Ergänzungen der eigenen Stärken zu verstehen und anzuerkennen.