28.03.2019

Zuschüsse zu Mahlzeiten

Bietet ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer die Möglichkeit, einen arbeitstäglichen Zuschuss zu Mahlzeiten zu erhalten, kann dieser in Bezug auf die Lohnsteuer mit dem amtlichen Sachbezugswert angesetzt werden. Zur Umsetzung dieser Regelung nimmt das Bundesministerium für Finanzen in einem aktuellen Schreiben Stellung und geht dabei auf verschiedene Sachverhalte wie die Pauschalierung der Lohnsteuer, Home-Office, Regelung für Teilzeitkräfte, Einzelkauf von Lebensmitteln und Vorratseinkauf ein.
 
Um die amtlichen Sachbezugswerte ansetzen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu zählen, dass
  • tatsächlich arbeitstäglich eine Mahlzeit (Frühstück, Mittag- oder Abendessen) durch den Arbeitnehmer erworben wird. Lebensmittel werden nur dann als Mahlzeit anerkannt, wenn sie zum unmittelbaren Verzehr geeignet oder zum Verbrauch während der Essenpausen bestimmt sind.
  • für jede Mahlzeit lediglich ein Zuschuss arbeitstäglich beansprucht werden kann. An Krankheitstagen, Urlaubstagen und – vorbehaltlich dem letzten Aufzählungspunkt – Arbeitstagen, an denen der Arbeitnehmer eine Auswärtstätigkeit ausübt, besteht kein Anspruch
  • der Zuschuss den amtlichen Sachbezugswert der Mahlzeit um nicht mehr als 3,10 Euro übersteigt,
  • der Zuschuss den tatsächlichen Preis der Mahlzeit nicht übersteigt und
  • der Zuschuss nicht von Arbeitnehmern beansprucht werden kann, die eine Auswärtstätigkeit ausüben, bei der die ersten drei Monate noch nicht abgelaufen sind.
 
Der Arbeitgeber muss diese Voraussetzungen nachweisen können.
 
Diese arbeitstäglichen Zuschüsse sind ebenfalls mit dem Sachbezugswert ansetzbar, wenn Arbeitnehmer im Homeoffice beschäftigt sind, nicht mehr als sechs Stunden täglich arbeiten oder die Bestandteile seiner Mahlzeit bei verschiedenen Akzeptanzstellen erwirbt.
 
Je Arbeitstag und je bezuschusster Mahlzeit kann nur ein Zuschuss mit dem amtlichen Sachbezugswert angesetzt werden. Erwirbt der Arbeitnehmer am selben Tag weitere Mahlzeiten für andere Tage auf Vorrat, sind hierfür gewährte Zuschüsse als Barlohn zu erfassen. Gleiches gilt für den Einzelkauf von Bestandteilen einer Mahlzeit auf Vorrat.