Erleichtertes Beitragsberechnungsverfahren

Durch unnötige Bürokratie werden insbesondere die rund 3,6 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland überproportional belastet. Das Zweites Bürokratieentlastungsgesetz soll hier Abhilfe schaffen, u.a. durch eine vereinfachte Beitragsabrechnung.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat 2015/2016 eine Untersuchung durchgeführt, die mögliche Alternativen für die geltende Fälligkeitslösung für Gesamtsozialversicherungsbeiträge aus dem Jahre 2006 bewerten sollte. Das Ergebnis: Die bisherige Fälligkeitsregelung soll vereinfacht werden.

Statt einer aufwendigen Schätzung der monatlichen Beiträge kann künftig in den Fällen, in denen der tatsächliche Wert für den laufenden Monat noch nicht bekannt ist, eine Beitragszahlung auf Grundlage des tatsächlichen Wertes des Vormonats erfolgen.

Abweichungen zwischen der tatsächlichen Beitragsschuld für einen Monat und dem verwendeten Wert des Vormonats werden dann im Folgemonat ausgeglichen.

Bislang durften im Zuge einer Vereinfachungsregelung nur die Arbeitgeber den Gesamtsozialversicherungsbeitrag zum Fälligkeitstag in Höhe des Vormonatssolls zahlen, bei denen Änderungen der Beitragsabrechnung regelmäßig durch Mitarbeiterwechsel oder variable Entgeltbestandteile dies erforderten. Durch die Änderung des § 23 Abs. 1 Satz 3 SGB IV ist die Anwendung der Vereinfachungsregelung seit dem 1. Januar 2017 an keine Voraussetzungen mehr geknüpft, sodass alle Arbeitgeber hiervon Gebrauch machen können.

telefon0800 833 833 3

Das Team der BAHN-BKK berät Sie gerne. Sie erreichen uns täglich von 8 bis 20 Uhr.