Krank im Urlaub – was tun im Ausland

Auf der Rückseite der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) befindet sich die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Mit dieser steht allen Versicherten in allen EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Mazedonien, Montenegro, Norwegen, Serbien und der Schweiz eine medizinische Grundversorgung zu. Überall dort, wo die Europäische Krankenversicherungskarte oder ein „Auslandskrankenschein“ gilt, sollten Versicherte zu einem Vertragsarzt der örtlichen Krankenversicherung gehen, damit keine unnötigen Kosten entstehen. Das gilt sinngemäß auch, wenn Versicherte ins Krankenhaus müssen. Denn alle Vertragsärzte akzeptieren die Europäische Krankenversicherungskarte bzw. den „Auslandskrankenschein“. Das bedeutet, dass außer den im jeweiligen Land üblichen Zuzahlungen und Selbstbeteiligungen nichts zu zahlen ist. (Vorsicht beim Zahnarzt: Es gibt Staaten, in denen die Zahnbehandlung gar nicht versichert ist.)

Gehen Versicherte zu einem anderen Arzt oder bezahlen den Vertragsarzt selbst, kann er privat abrechnen und deutlich höhere Honorare verlangen. Die BAHN-BKK darf – wie alle anderen gesetzlichen Krankenkassen auch – jedoch nur die Kosten in Höhe der Vertragssätze erstatten, sodass die Restkosten selbst zu tragen sind. Name und Anschrift von Vertragsärzten erfahren Versicherte von ihrem Hotel oder von ihrem Reiseveranstalter. Die Anschriften Englisch sprechender Ärzte nennt BAHN-BKK-Versicherten InfoMedicus, die weltweite, kostenfreie Gesundheitshotline der BAHN-BKK.

Auslandskrankenschein
Wer in Bosnien-Herzegowina, der Türkei oder Tunesien Urlaub macht, benötigt einen Auslandskrankenschein. Dieser kann in unserer eFiliale heruntergeladen oder rechtzeitig vor Reisebeginn bei unserer kostenfreien Servicenummer angefordert werden. Im Krankheitsfall kann der Auslandskrankenschein im jeweiligen Urlaubsland bei dem zuständigen Träger der Sozialversicherung in einen Krankenschein umgetauscht werden.

Ohne EHIC und Auslandskrankenschein
Wer in Ländern Urlaub macht, in denen weder die Europäische Krankenversicherungskarte noch ein „Auslandskrankenschein“ gelten, ist dort Privatpatient. Der Arzt oder das Krankenhaus stellt dann eine Rechnung aus, die privat beglichen werden muss. Haben Versicherte eine Auslandsreisekrankenversicherung, können sie die Rechnung dort einreichen.
  
Auslandsreisekrankenversicherung – auch für europäische Länder wichtig
Eine Krankenhausbehandlung kann zum Beispiel in den USA mehrere Tausend Dollar kosten, die die gesetzlichen Krankenkassen nicht erstatten dürfen. Fast noch wichtiger: Die Krankenkassen dürfen generell – egal aus welchem Land – die Kosten für einen Rücktransport, selbst wenn er medizinisch notwendig ist, nicht übernehmen. Deswegen ist eine Auslandsreisekrankenversicherung unbedingt zu empfehlen. Sie kostet meistens nur ein paar Euro und ist in den DEVK-Krankenzusatztarifen für BAHN-BKK-Kunden (BAHN-BKK Pur, Plus und 66+) schon enthalten.

Was tun zur Erstattung?
Fand eine privatärztliche Behandlung in einem Land statt, in dem der BAHN-BKK-Versicherungsschutz besteht (siehe oben), dann sollte sich der Versicherte unbedingt eine detaillierte Rechnung geben lassen, aus der hervorgeht, welche Diagnosen gestellt und welche Behandlungen vorgenommen wurden. Diese muss nach der Rückkehr an die BAHN-BKK geschickt werden. Wir prüfen, ob und in welcher Höhe eine Erstattung möglich ist.

Für den Fall, dass Restkosten verbleiben und der Versicherte eine Krankenzusatzversicherung abgeschlossen hat (z.B. bei der DEVK die Tarife BAHN-BKK Pur, Plus oder 66+), kann er sich anschließend an den privaten Versicherer wenden. Dieser benötigt zur Bearbeitung des Antrags Rechnungskopien und den Leistungsbescheid der BAHN-BKK.

telefon0800 833 833 3

Das Team der BAHN-BKK berät Sie gerne. Sie erreichen uns täglich von 8 bis 20 Uhr.