Voraussetzungen für den Wechsel der Krankenkasse

Rechtsgrundlage § 175 SGB V:

1. Die Kündigung muss schriftlich bei der bisherigen Krankenkasse eingereicht werden.

2. Es gilt der Tag des Eingangs bei der Krankenkasse für die Fristberechnung. Die Kündigungsfrist beträgt zwei volle Kalendermonate.

Beispiel:
Eingang der Kündigung am       20.03.2015
Ende der Kündigungsfrist am    31.05.2015
Dabei muss eine Bindungsfrist von 18 Monaten beachtet werden. Kündigt ein Versicherter bereits vor Erfüllung der 18-monatligen Bindungsfrist, muss die Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt berechnet werden.

3. War die Person bisher Mitglied einer anderen gesetzlichen Krankenkasse, dann muss die Vorkasse innerhalb von 14 Tagen eine Kündigungsbestätigung ausstellen (Voraussetzung: Bindefrist von 18 Monaten ist erfüllt).
 
4. Liegt die Kündigungsbestätigung der neuen Krankenkasse vor, muss diese unverzüglich eine Mitgliedsbescheinigung ausstellen. Diese darf nur nach Vorliegen der Kündigungsbestätigung ausgestellt werden.

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Wirksamwerden des Krankenkassenwechsels

Der Krankenkassenwechsel wird nur wirksam, wenn innerhalb der Kündigungsfrist entweder der zur Meldung verpflichteten Stelle (wenn vorhanden) oder der vorherigen Krankenkasse (mangels meldepflichtiger Stelle – z.B. Selbstzahler) die Mitgliedschaftsbescheinigung vorgelegt wird.

Besonderheit

Mit Beschäftigungsbeginn tritt Versicherungspflicht ein. Liegt jedoch dem Arbeitgeber keine Mitgliedsbescheinigung seines Arbeitnehmers vor, muss er den Beschäftigten bei der Krankenkasse anmelden, bei der er zuletzt versichert war. War der Arbeitnehmer noch nie in Deutschland gesetzlich versichert und übt auch sein Wahlrecht nicht aus, dann hat der Arbeitgeber ihn bei einer wählbaren Krankenkasse anzumelden.

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