Themen in 2018

Ausblick 2018
Einen kleinen Ausblick auf ein paar Erneuerungen in 2018 möchten wir Ihnen bereits im Vorfeld geben. Die Themen lauten:

  • Digitale LohnSchnittstelle: Ab 2018 verbindlich
  • sv.net: Neue Produkte und Premium Account
  • Meldungen: Neues Kennzeichen „Saisonarbeitnehmer“ ab 2018
  • Erneut verschoben: A1-Antragsverfahren

Digitale LohnSchnittstelle: Ab 2018 verbindlich

Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens hatte der Gesetzgeber bereits im vergangenen Jahr die Einführung einer Schnittstelle zum elektronischen Lohnkonto (Digitale LohnSchnittstelle – DLS) verbindlich festgeschrieben. Anzuwenden ist diese neue Schnittstelle ab dem kommenden Jahr.
 
Bereits seit einigen Jahren gibt es einen amtlichen Standarddatensatz für die elektronische Bereitstellung lohnsteuerlicher Daten bei finanzbehördlichen Außenprüfungen. Da allerdings ein flächendeckender Einsatz auf freiwilliger Basis nicht umgesetzt werden konnte, hat der Gesetzgeber die Einführung einer einheitlichen digitalen Schnittstelle zum elektronischen Lohnkonto nun verbindlich festgeschrieben. Im Zuge dessen müssen Arbeitgeber der Finanzbehörde die aufzuzeichnenden lohnsteuerrelevanten Daten ab 2018 über diese Schnittstelle elektronisch bereitstellen – unabhängig vom eingesetzten Lohnabrechnungsprogramm. Ausnahme: Zur Vermeidung „unbilliger“ Härten können in begründeten Fällen die lohnsteuerlichen Daten auch in einer anderen auswertbaren Form bereitgestellt werden.

sv.net: Neue Produkte und Premium-Account

Die Anwendung sv.net stand bislang in zwei Varianten mit unterschiedlichem Leistungsumfang zur Verfügung: einerseits sv.net/online als browserbasierte Web-Anwendung, die keinerlei Daten zwischenspeichern kann – andererseits sv.net/classic, welches die Möglichkeit bietet, Firmen-, Personalstamm- und Meldedaten auf den jeweiligen Systemen der Anwender zu speichern. In einer Übergangszeit bis Ende 2017 werden diese beiden Produktvarianten nun ersetzt. In einem ersten Schritt wurde sv.net/online Ende April 2017 abgeschaltet. Im Parallelbetrieb stand den Nutzern das Nachfolgeprodukt sv.net/standard bereits seit mehreren Monaten zur Verfügung. Aus dem altbewährten sv.net/classic wurde das neue sv.net/comfort. Im Zuge der Einführung von sv.net/comfort wird sowohl für sv.net/comfort als auch für sv.net/standard künftig immer zwischen kostenlosen Normal-Benutzer- und kostenpflichtigen Premium-Benutzer-Accounts unterschieden.
 
Produkteinführung und Zeitplan:
In der Einführungsphase von sv.net/comfort und der Premium-Funktionalität für die beiden neuen sv.net-Produkte unterliegt die Anwendung bis zum Jahresende keiner der o.g. Begrenzungen, sondern greift erst ab dem Zeitpunkt der Premiumregistrierung. Um die Nutzung der sv.net-Anwendungen zum Jahreswechsel 2017/2018 sicherzustellen, wird die rechtzeitige Beantragung der Premiumfunktionalität sowohl bei sv.net/comfort als auch sv.net/standard empfohlen.

Meldungen: Neues Kennzeichen „Saisonarbeitnehmer“ ab 2018

Im Rahmen der obligatorischen Anschlussversicherung wird für Arbeitnehmer, die wegen eines beendeten Beschäftigungsverhältnisses aus der gesetzlichen Krankenversicherung ausscheiden, kraft Gesetzes ein sich nahtlos anschließender Versicherungsschutz sichergestellt. Dieser Versicherungsschutz tritt jedoch u.a. nicht ein, wenn der Beschäftigte sich nicht mehr im Geltungsbereich des Gesetzes aufhält. Hieraus ergibt sich für die Krankenkassen eine Amtsermittlungspflicht, ob und inwiefern nach der Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses die obligatorische Anschlussversicherung Anwendung findet. 
 
In der Praxis ergeben sich oftmals erhebliche Schwierigkeiten, sofern Arbeitnehmer nach Beendigung ihrer Beschäftigung den Geltungsbereich des Gesetzes verlassen. Dies betrifft insbesondere ausländische Saisonarbeitnehmer, die – in der Regel als Erntehelfer – nach der Beschäftigung in ihr Heimatland zurückkehren. Durch den fehlenden Kontakt zum Arbeitnehmer ist nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand unter Einbindung des Arbeitgebers zu ermitteln, ob und inwieweit die obligatorische Anschlussversicherung Anwendung findet. 
 
Um dieses Verfahren für alle Beteiligten einfacher zu gestalten, hat der Arbeitgeber ab dem kommenden Jahr bei der Anmeldung eines Beschäftigten mit anzugeben, ob es sich bei diesem um einen Saisonarbeitnehmer handelt. Ist dies der Fall, wird davon ausgegangen, dass die Voraussetzungen für eine obligatorische Anschlussversicherung nicht gegeben sind.

Erneut verschoben: A1-Antragsverfahren

Wenn Arbeitgeber Arbeitnehmer befristet ins Ausland entsenden, können sich Änderungen in der Sozialversicherung ergeben. Denn nur unter bestimmten Voraussetzungen gilt deutsches Recht. Ist dies der Fall, wird eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt. Dies ist beispielsweise für die EU-/EWR-Mitgliedsstaaten und die Schweiz die Entsendebescheinigung A1.
 
Ursprünglich hatte der Gesetzgeber vorgesehen, dass die Arbeitgeber ab dem 01. Januar 2017 die A1-Bescheinigungen bei Entsendung und Anträge auf Ausnahmevereinbarungen elektronisch beantragen können. Aufgrund der kurzen Zeit für die Implementierung des Verfahrens haben sich die am Verfahren beteiligten Stellen dafür ausgesprochen den Startzeitpunkt auf den 01. Juli 2017 zu verschieben.

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